Die Schweiz hat im zweiten EM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark einen sicheren Sieg verschenkt. Zeitweilig führte die Nati sogar mit 3:0. Doch der große Vorsprung verführte zu einer trügerischen Sicherheit. Die Schweiz ließ gegen Ende der Partie die Defensive schleifen. In den letzten zehn Minuten des Spiels kamen die Dänen so noch zum nicht mehr für möglich gehaltenen 3:3. Für die Nati ist zu hoffen, dass diese absolut unnötigen Punkteverluste nicht noch weh tun werden.
Spielbericht: Wie konnte das nur passieren?
Die Schweiz hatte die Partie im St.-Jakob-Park eigentlich von der ersten Minute an fest im Griff. Die Dänen erschienen harm- und zahnlos. Schon frühzeitig konnte die Elf von Vladimir Petkovic deshalb in Führung gehen. Das Tor erzielte Remo Freuler (19.). Zu diesem Zeitpunkt hätte niemand in Basel auf der Tribüne oder an den Fernsehschirmen noch daraufgesetzt, dass die Dänen nicht als Verlierer vom Platz trotten würden.
Dieser Eindruck verstärkte sich in der zweiten Halbzeit: Granit Xhaka (66.) und Breel Embolo (76.) schienen einen standesgemäßen 3:0-Sieg herauszuschießen. Dänemark war tot – so schien es zumindest. Die Schweizer schalteten einen Gang zurück. Sie wähnten sich als die sicheren Sieger. Daran änderte auch das 1:3 von Mathias Jörgensen nichts (84.).
Nur vier Minuten nach dem Anschlusstreffer folgte dann allerdings der Schock: Christian Gytkjaer verkürzte auf 2:3 (88.) und es waren noch einige Minuten zu spielen. Zu der selbstgefälligen Spielweise der Nati kam auf einmal Angst. Wer schon selbst auf dem Fußballfeld stand, weiß, dass dies eine tödliche Mischung ist. Dies gilt für Amateure wie für Profis. Auch die Schweiz sollte dies zu spüren bekommen: In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte Henrik Dalsgaard den eigentlich komplett unverdienten Ausgleich. Das interessierte freilich niemanden. Im Lager der Nati hatte nur jeder Beteiligte die eine Frage auf den Lippen: Wie konnte das passieren?