Das Abenteuer Champions League endet für YB Bern wohl nach der Gruppenphase. Um einigermaßen realistische Chancen auf das Achtelfinale zu behalten, hätte der Meister auswärts beim FC Valencia wenigstens punkten müssen. Stattdessen setzte es eine auch in dieser Höhe verdiente 1:3-Niederlage. Selbst Platz 3 und die damit verbundene Qualifikation für die Europa League sind durch die Pleite in weite Ferne gerückt.

Spielbericht: Young Boys können nur eine Halbzeit mithalten

In den ersten 45 Minuten sah der Auftrat der Berner eigentlich ausgesprochen vielversprechend aus. Zwar konnte Valencia durch einen Treffer von Santi Mina früh in Führung gehen (14.). Doch zeigten die Schweizer Moral, Willen und Klasse. Sie kamen so verdient zum Ausgleich durch Roger Assale (37.). Kurz vor der Pause traf Santi Mina allerdings erneut (42.). Es war der berühmt-berüchtigte psychologisch entscheidende Moment.

Der Widerstand von YB war jetzt gebrochen. Carlos Soler konnte nach dem Seitenwechsel auf 3:1 erhöhen (56.). Bern agierte immer nervöser – Sinnbild hierfür wurde Sekou Sanogo, der mit der roten Karte des Feldes verwiesen wurde (77.). Dazu holten sich gleich fünf Spieler der Young Boys die gelbe Karte ab – nur drei Spieler von Valencia kassierten eine Verwarnung. Auch dies zeigt, wie viel Unruhe in den Reihen der Schweizer herrschte.

YB Bern wird wohl Gruppenletzter

Mit nur einem Zähler aus vier Spielen stehen die Young Boys auf dem letzten Rang. Platz 2 ist zwar „nur“ sechs Zähler entfernt und damit theoretisch noch erreichbar. Allerdings heißen die nächsten Gegner Juventus Turin und Manchester United. Diese Aufgaben dürften zu groß sein, um selbst den vier Punkte Rückstand auf den FC Valencia wettzumachen. Bern hat in der Gruppenphase viel Lehrgeld bezahlt.