Der FC Basel bleibt auch in diesem Jahr der einzige Schweizer Vertreter in der Gruppenphase der Champions League. Die Young Boys Bern konnten sich nach 2015 und 2016 erneut in den Play-offs nicht durchsetzen. Nach einem 0:1 im Hinspiel, verlor man auch das Rückspiel gegen ZSKA Moskau mit 0:2.
Die Niederlage im Hinspiel der Play-offs hätte für Bern nicht unglücklicher verlaufen können. Trotz der Tatsache, dass der Gegner in der vergangenen Woche praktisch kaum zu einer Torchance gekommen war, verlor man das Spiel, und das auch noch durch ein Eigentor. Für die zweite Begegnung in Moskau hatte sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter viel vorgenommen. Zu sehen war davon allerdings zunächst relativ wenig.
Anstatt des erwarteten Offensivlaufs der Schweizer war Moskau in der 1. Halbzeit die deutlich überlegenere Mannschaft. ZSKA spielte sich allein in der ersten halben Stunde mehr Chancen heraus als im gesamten Hinspiel. Dabei konnten sich die Spieler von Bern zunächst bei ihrem Torhüter bedanken, dass sie nicht früh in Rückstand gerieten. David von Ballmoos war mehrfach gezwungen einzugreifen, um einen Rückstand zu verhindern.
Kurz vor der Pause war aber auch der Torhüter machtlos. Anscheinend wähnte sich die Mannschaft Bern schon in der Kabine, als Georgi Schennikow die fehlende Organisation in der Hintermannschaft der Young Boys ausnutzte und zum 1:0 traf.
Die Berner fanden erst in der 2. Halbzeit zu ihrem Spiel. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man nach wie vor zwei Treffer zum Weiterkommen benötigt, machten die Young Boys nun mehr Druck. In den 15 Minuten nach dem Wiederanpfiff spielte sich Bern einige Chancen heraus, wobei auch die Abwehr von ZSAK nun nicht mehr so sicher stand. Ein Treffer wollte den Schweizern aber nicht gelingen. Stattdessen ließ sich Dsagojew in der 64. die Chance zum 2:0 nicht entgehen und erhöhte für Moskau.
Damit war das Spiel entschieden, da wenig dafürsprach, dass Bern an diesem Abend noch drei Tore schießen würde. Im Gegensatz zum Vorjahr brach die Mannschaft aber immerhin nicht auseinander. Während man 2016 im Rückspiel gegen Mönchengladbach sogar mit 1:6 verlor, blieb es in Moskau beim 0:2.